Archive for the ‘Konzertkritik’ Category

Letztes Bild im Westfalenblatt ..

Sonntag, März 7th, 2010

…. von Terz In Takt.

An alle:
Der Text zu diesem Beitrag/ Foto kann geändert werden. Vorschläge einfach als Kommentar eingeben.

Gruß Sven
(Das klappt auch für alle Chormitglieder, die nicht im Zeitalter des Internets aufgewachsen sind)

Terz In Takt: Stimmen zum letzten Konzert

Sonntag, Januar 31st, 2010

“Das war das beste Konzert , in der gesamten Aufführungsreihe. Zumindestens was die Beleuchtung betrifft. Alle Gesichter waren gut zu sehen.”
(Mathias, Beleuchter)

“Es war wieder wundervoll, bei Ihnen Singen zu können.”
(Sven zum Gastwirt im Freizeitzentrum Stieghorst)

“Das Stück ” In der Bar zum Krokodil”  ist ja grandios den Nil/ Bach runter gegangen.”
(Alfred, Chormitglied)

“Ihr singt immer die Lieder, die wir gerne singen würden, aber nicht dürfen.”(Stimmen von Mitgliedern aus einem anderen Chor)

“Liebe Kerstin. Danke für den schönen Abend. Laßt uns für die Menschen dankbar sein, die uns glücklich machen. Sie sind bezaubernde Gärtner, die unsere seelen zum Blühen bringen.  Danke an alle! “
(R + S als Dankpostkarte)

“Grauenvoll. So kann man doch nicht auftreten.
(Georg)

“Es hat mir wieder wunderbar gefallen.”
( Meine Mutter, 84 Jahre)

Konzertkritik in der Neuen Westfälischen

Samstag, Dezember 5th, 2009

ICH WAR NOCH NIEMALS BEIM FRISEUREVier Chöre begeistern in der Oetkerhalle
Ein Bericht von Nadine Möller in der NW  von Montag den 30. November 2009

Bielefeld. „TerzInTakt“ verwandelt die Oetkerhalle in einen Friseursalon. Gemeinsam mit drei weiteren Chören aus Bielefeld stehen sie vor einem vollen Saal und besingen allerlei Haariges.

Dem Publikum wird an diesem Abend ein buntes Programm mit verschiedenen Musikrichtungen, Choreografien und Emotionen geboten. Aber vor allem präsentieren die Laienchöre ihr musikalisches Können.

„Ich war noch niemals in New York“ wird im lustig-tragischen Programm „Haarsträubend“ von TerzInTakt zu „Ich war noch niemals beim Friseur“. Sie haben passend zum Thema bunte und strubbelige Perücken dabei, blättern in Modezeitschriften, beklagen sich über Haarausfall und Spliss und loben Alfredo, den besten Friseur der Welt .

Mit Haaren hat „KlangArt“ dagegen nichts zu tun. Sie singen im Lied „superkalifragilistisch expiallegetisch“ aus Mary Poppins von etwas überirdisch Schönem, das zerbrechlich ist und sühnen muss. Das bedeutet nämlich das Kunstwort aus dem Musical. Dann geht es mit den Sängern und Sängerinnen nach Schweden, um später bei irischen Volksliedern anzukommen.

Berechtigt ist die Frage nach dem roten Faden des Programms, der durch die Kleidung des Chors dargestellt wird: Alle tragen schwarze Kleidung mit roten Schals als Gürtel oder andere Accessoires in Rot. Thomas Wolff, Schauspieler am Stadttheater, stellt am Ende fest, dass dieser Faden eigentlich die Musik an sich ist – also ein roter Faden, der sich durch den gesamten Abend zieht.

„Quintenkomplott“ hat den Ruf, ein ernster Chor in der freien Szene zu sein, und dem wird er auch an diesem Abend gerecht. Gekleidet in Schwarz-Weiß singen sie klassische Volkslieder und Gedichtvertonungen von Rilke und Heine, die einen melancholischen Grundton haben. So bilden sie den ernsten Part der Veranstaltung.

Nach Quintenkomplott betritt eine bunte Gruppe die Bühne – die „Chit Chat Company“. Sie bringt am Ende des Abends mit ihrer Choreografie noch mal Bewegung in die Veranstaltung. Als einziger Chor mit Gitarren-Begleitung starten die Sängerinnen und Sänger mit einem Lied von den „Mamas and the Papas“, um sich dann dem Jazz über den Song „My Favourite Things“ zu nähern und mit „Bebop“ voll ins Genre einzusteigen.

Am Ende der Vorstellung bekommen auch die musikalisch Begabten im Publikum noch mal die Gelegenheit, mit allen vier Chören gemeinsam zu singen. Danach gehen alle zufrieden nach Hause – Applaus gab es jedenfalls reichlich.

Insgesamt ein runder, unterhaltender Abend mit vielen Lachern, etwas Melancholie und toller musikalischer Leistung der Chöre.

Die Bielefelder Chörenacht 2009

Samstag, November 28th, 2009

 Es ist immer etwas besonderes, in der Bielefelder Oetkerhalle aufzutreten. Schließlich gehört das Gebäude mit seinem runden warmen Klang, zu den 10 besten Auftrittsorten in Europa. Zudem fühle ich mich in einem Theater erst richtig wohl, wenn ich dort einmal aufgetreten bin, und weiß wie es tickt.

 

Jetzt weiß ich wie die Oetkerhalle tickt, und natürlich die Bielefelder Chorszene, denn wir waren eingebunden in eine rundum gelungene Veranstaltung. Vier Chöre aus der seit über 25 Jahren bestehenden freien Bielefelder Chorszene , präsentieren ihr musikalisches Schaffen, zur gegenseitigen und eigenen Erbauung.

 

Als erstes traten Terz In Takt, sozusagen als Eisbrecher auf, und wir sangen unsere besten Hits aus dem aktuellen Programm „Haarsträubend“. Also Lieder , die alle in einem Friseursalon spielen, mit einigen kleinen Theatereinlagen. Danach mischten wir uns zu den 600 Zuhörern , und konnten das übrige Programm entspannt verfolgen.

 

Nach uns folgte Klangart, die geschickt einen roten Faden durch die Musik der letzten 500 Jahre sangen. Klanglich gekonnt gesungen, präsentierte sich der Chor in schwarz gekleidet mit roten Schals , der von zwei Chorleiterinnen geführt wird.

 

In der anschließenden Pause gab es genügend Möglichkeiten, mit den Sänger und Sängerinnen der anderen Chöre ein Schwätzchen zu halten. Man kennt sich, und die Freude hier gemeinsam aufzutreten war groß. Nach der Pause sang perfekt intoniert, Quintenkomplott ernsthafte Lieder über den Tod, dirigiert von ihrem rund erneuertem Chorleiter, wie der Veranstalter und Moderator Thomas von Newtone anmerkte.

 

Als vierter Chor beendete der Chit Chat Chor, mit Jazzstücken des letzten Jahrhunderts, den Chorreigen. Wie immer formvollendet in Gesang, Auftritt und Bühnenpräsenz. Als dann alle Chöre gemeinsam auf der Bühne das Abschlußlied sangen, tobte der Saal voller Begeisterung.

Ein durchweg gelungener, kurzweiliger musikalischer Musikabend, in dem sich die Bielefelder Chorszene in ihrer Vielfalt präsentierte, zur Freude aller beteiligten Sänger, Chorleiter und Zuhörer. Danke an den Veranstalter, der dies professionell umgesetzt hatte.

Eine Anmerkung sei gestattet: Beim Büfett hätten es ruhig ein paar Brötchen mehr sein können, die für 100 Sänger und Sängerinnen dankenswerterweise bereitgestellt wurden. Die Getränkeauswahl war perfekt.

 

 

Terz In Takt Konzert gestern im Movie

Sonntag, November 8th, 2009

Lange Schlangen vor dem Movie am Hauptbahnhof. Würden noch Karten an der Abendkasse zu bekommen sein?
Die beiden restlos ausverkauften Konzerte  von Terz in Takt unter dem Motto: Waschen, Schneiden, Singen, im Movie am letzten Freitag und Samstag, wurden den Erwartungen seines Publikums vollends gerecht. Die Konzerte wurden mit frenetischem Applaus und mehreren  Zugaben am Ende des Konzertes belohnt.
Bis dahin begleitete das Publikum den Chor mit seiner Chorleiterin Kerstin Harms und unter klavierspielerischer Begleitung von Ludger  Funke, durch eine schmissige Klangreise, aus Lieder rund um einen Friseursalon. Lieder wie sie in dieser Art nur selten zusammengestellt und szenisch dargestellt werden und durch die der Friseuremeister Alfredo und seine zahlreichen Kunden, (allesamt Chormitglieder) das Publikum führte.

Der Welterfolg von Udo Jürgens mit dem Text ” Ich war noch niemals beim Friseur”  wurde vom Publikum launig mitgesungen, Peter Tschaikowskys kleine Wolke wurde in “Graue Locke” gewandelt und  mit Trauerbekundungen  vom den Zuhörern versehen, Ti amo wurde frenetisch bejubelt ( besonders die drei Bäße) und als Zugabe forderte das Publikum  noch einmal den Entertainer-Rag (mit den zwei Läusen in der Hauptrolle)

Terz In Takt Konzerte haben derweil Kultstatus in Bielefeld, und das Movie war eine gute Lokalität, für einen solchen Abend. Ein kurzweiliges, klanglich stimmiges und  launiges Chorkonzert der besonderen Art, wurde geboten.  Den  25 Chormitgliedern und den  400 Zuhörern hat er sichtlich gefallen.

Das nächste mal ist Terz In Takt auf der Bielefelder Chörenacht zusammen mit drei weiteren Bielefelder Chören, am 27.11.09 in der Oetkerhalle zu sehen und zu hören. Karten sind noch vorhanden.

( So, oder so ähnlich könnte eine Kritik  über die Konzerte aussehen, falls die Tagespresse darüber schreiben würde)

Rest In Takt beim Klangnetz

Sonntag, Oktober 11th, 2009

 

Beim heutigen Klangevent in der Bielefelder Altstadt , war der Chor Terz In Takt , nicht in voller Größe angetreten. Sozusagen Rest In Takt, wie eine uns für drei Lieder  begleitende Passantin, treffend anmerkte.

Um genau zu sein, waren genau drei der fünfundzwanzig  Mitglieder dabei, gestärkt durch eine ehemalige Mitsängerin und einem Chorblogleser, der über Christines e-mailliste von dem Gesangskonzept gehört hatte. Tatkräftig unterstützt wurde der kleine Haufen Unentwegter von drei Kindern, und so sangen wir aus leibeskräften  “Die Gedanken sind frei” und “Bunt sind schon die Wälder”,  bis die regennassen Notenblätter in sich zusammenfielen.

Gewiss war dies  die kurioseste  Chorformation an diesem Abend, der man eine Ähnlichkeit mit einem herbstlichen Laternensingen , gewiss nachsagen konnte. Nun denn.  Der Veranstalter hatte uns auch ein Schild zukommen lassen, auf dem stand Terz in Takt und Chorblog Bielefeld. Ich hätte es wohl möglich bei unserer Größe  lieber nicht getragen, aber Hermann und mein Sohn trugen es so selbstbewusst und selbstverständlich, dass es ganz natürlich wirkte.

Klein und mutig , sangen wir unsere Lieder, zeitweise begleitet von Passanten, an denen wir unsere vorsorglich 10 gedruckten Liederseiten weitergeben konnten; und die uns tatkräftig sängerisch unterstützten.

Die Auswahl der Liedstücke hatte sich bewährt. Gerade wenn ein Blechbläser und Trommelensemble einer anderen Musikgruppe  in voller Lautstärke an uns vorbeizog oder streifte, entfaltete das Lied, ” Die Gedanken sind Frei” seine größte Kraft und Wirkung.Ein denkwürdiger Abend und eine wunderschöne Aktion. Danke noch an Ruth Seiler, die uns noch so kurzfristig eine Route gebastelt hatte und alle zufälligen Passanten, die mit uns gemeinsam gesungen haben.

sventerzintakt

Eine Tasse Kaffee mit Fanny und Felix letztens ….

Mittwoch, September 2nd, 2009

 …an der Sparrenburg.

Es sangen im Rahmen von Klassik auf der Burg,  das Bielefelder Vokalensemble der Neustädter Marienkirchengemeinde unter der Leitung von Ruth M. Seiler, Chormusik von Fanny Hensel und Felix Mendelsohn Bartholdy. Dazu lasen Melanie Kreuter und Ulrich Neuweiler den Briefwechsel zwischen den Geschwistern und andern Familienmitgliedern.

Ach welch schöne Briefwechsel waren möglich, bevor das Telefon und die ständige leibliche Erreichbarkeit erfunden wurden. Welch Wortklang und Wortgewalt . Wie dem auch sei. Zum Konzertverlauf folgendes: (more…)

Im Himmel war kein Sitzplatz frei….

Montag, Juni 8th, 2009

 

Wenn der Himmel die Erde berührt, strömen die Menschen zusammen. So auch  Sonntag Morgen in der Süsterkirche.

Die kleine, altehrwürdige  Kirche war gerammelt voll, und die Besucher, die sich  erst sehr spät auf den Weg in das Gotteshaus aufgemacht hatten, konnten nur stehend an der Andacht teilnehmen. Die Sitzplätze waren schon alle besetzt. Die Gemeinde hatte den Gottesdienst zusammen mit dem Ensemble der städtischen Bühnen gestaltet, welches zur Zeit das sehr populäre Stück „ Wie im Himmel“ spielt. So begleiteten schwedische Orgelstücke die Andacht, und der Chor würde wohl auch singen. Ich war gespannt. 

Natürlich war es ein ganz “normaler” Gottesdienst.

Neben den Sangeskünsten des Theaterchores, der am Ende des Gottesdienstes stimmgewaltig und klangvoll ein Lied , oder besser zwei Stücke aus dem Film sang, beeindruckte mich  die Predigt von Pfarrerin Erika Edusei. Ihre klaren eindeutigen Worte, an die Kraft des Lebens und der Liebe, ohne kirchlichen Allmachtsallüren, ohne falschen Scharm, so wie uns Gott ( oder das Leben)  halt gedacht und gemacht hat, mit all unseren menschlichen Bedürfnissen, nach Schutz, Liebe und Angenommen sein, beeindruckten mich. Gott sehen bedeutet, die Engelsflügeln an den Mitmenschen zu erkennen.

Der Satz: „Es gibt keine Hölle“, von einer Kanzel zu hören, darauf habe ich schon lange gewartet. „Es gibt nur die von Menschen gemachte Hölle, so wie Auschwitz eine von Menschen gemachte Hölle war“… macht mich neugierig auf mehr.  

Vielleicht besuche ich die Kirche demnächst noch einmal Sonntags, wenn es dann nicht so voll ist wie heute. Dann mit Sitzplatz. 

Manchmal klappt es doch, wie im Himmel, so auch in der Kirche.

 

Sven

Mehr Infos: 

http://www.reformiert-bi.de/aus-dem-gemeindeleben/projekt-theater-trifft-kirche/index.html

Ohne Foto

Sonntag, Mai 24th, 2009

Das war ein gelungenes Ereignis: Klangschicht II auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke Bielefeld. Besonders freute mich der Chor Quintenkomplott , deren vorzüglicher Gesang mit frenetischem Ablaus ( zumindestens von einer Person) gewürdigt wurde.

Leider hatte ich an diesem Abend meinen Fotoapparat nicht eingesteckt. Sonst hätte ich dieses schöne Ereignis bildhaft veröffentlicht.

Vielleicht hat ja jemand von den Quinten ein Foto gemacht und mailt es mir zu.

info@chorblogbielefeld.de

Mit sängerischen Grüßen

Sven  von  Terz In Takt

Chorprobe geschwänzt

Montag, Dezember 22nd, 2008

Manchmal darf auch eine Chorprobe geschwänzt werden. Wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Für mich lag er vor, durch Herman van Veen, der in unserer neuen Synagoge, ein Konzert gab. Das wollte und konnte ich mir nicht entgehen lassen: Den Liedermacher meiner Jugendzeit wieder  zu hören, das ganze mit Gedichten von der 1945 umgebrachten Poetin Selma Meerbaum-Eisinger und zudem die neue jüdische Synagoge von innen betrachten.

Die mentale Kraft von Hermann van Veen  ist bewundernswert. Ein Mann und eine Stimme wie ein Baum. Aufrichtig, gerade heraus, dem Wind trotzenden, und doch sensibel bis in die letzten Zweiglein seines Geästes.

Und immer noch  singt er mit dem deutlich hörbaren niederländischen Klang in der Stimme. Ein großartiges Konzert, das er zusammen mit Edith Leerkes gab.

Die NW schrieb: ” Van Veen ist beneidenswert frei von jedem Betroffenheitsgestus”.

Das stimmt. Und er ist  auch frei von Geschichtsverklärungen. Die junge Dichterin die mit 18 im KZ starb und deren 57 Gedichte aus dem Lager herausgeschmuggelt wurden, wurde von Deutschen umgebracht. Nicht von Nazis, wie dies hierzulande verlautbart wird.

Aber das kann wohl nur ein Holländer so gerade heraus sagen

°v°

Der Beginn

Freitag, Juni 6th, 2008

Das letzte Wochenende war wieder so ein Chorwochenende , das die Bielefelder Chorlandschaft für mich so deutlich fühlbar machte:

Am Freitag spielte der Universitätschor im AudiMax der Uni Bielefeld Carmina burana von Carl Orff.

Uta bekam gerade noch so im letzten Moment einen Platz, während ich die Kinder hütete. Ein gelungenes Konzert, wie sie mir später erzählte. Am Samstagabend wollte ich mir eigentlich in der Neuen Schmiede die Knebelchöre anhören.

Morgens kam Patrik vorbei und sagte mir… “Knebelchöre…. Neue Schmiede. Das Konzert ist doch längst ausverkauft. Komm doch heute Abend in die Neustädter Marienkirche . Wir machen einen Männergesangsabend um Geld für die Reparatur der Orgel zu sammeln. Das Konzert wird gut werden , weil neben unserem Chor, auch eine Sängerin von des städtischen Bühnen Lieder von Gershwin singt, und auch der Chor Disharmonik einige Lieder zum Besten geben wird.”

Patrik hatte recht. (more…)