Der Beginn

Das letzte Wochenende war wieder so ein Chorwochenende , das die Bielefelder Chorlandschaft für mich so deutlich fühlbar machte:

Am Freitag spielte der Universitätschor im AudiMax der Uni Bielefeld Carmina burana von Carl Orff.

Uta bekam gerade noch so im letzten Moment einen Platz, während ich die Kinder hütete. Ein gelungenes Konzert, wie sie mir später erzählte. Am Samstagabend wollte ich mir eigentlich in der Neuen Schmiede die Knebelchöre anhören.

Morgens kam Patrik vorbei und sagte mir… “Knebelchöre…. Neue Schmiede. Das Konzert ist doch längst ausverkauft. Komm doch heute Abend in die Neustädter Marienkirche . Wir machen einen Männergesangsabend um Geld für die Reparatur der Orgel zu sammeln. Das Konzert wird gut werden , weil neben unserem Chor, auch eine Sängerin von des städtischen Bühnen Lieder von Gershwin singt, und auch der Chor Disharmonik einige Lieder zum Besten geben wird.”

Patrik hatte recht. Es war ein gesanglich abwechslungsreiches und wohlstimmiges Konzert, das Ruth Seiler leitete und moderierte. Die Mischung war gelungen. Die Stimme von Kaja Plessing begleitet am Klavier von Bernd Wilden mit Liedern von George Gershwin war stimmgewaltig, mitschwingend, formend, lebend, atmend… einfach wundervoll. Die Fünf Sänger von “Die Bielefelder Desharmoniker” sangen witzig, spritzig und stimmenstark; und der Männerchor war schon an sich gut intoniert. Ein Höhepunkt für mich war Franz Schuberts Ständschen D920 ” Zögernd leise” geschrieben und gesungen für Alt- Solo, Männerchor und Klavier. Wer das Stück nicht kennt, ich werde es die nächsten Tage hier im Blog vorstellen.

Am Sonntag Abend ( parallel zu Grönemeyers Konzert auf der Alm -die Alm wird für mich wohl nie eine Schücoarena) dann gab es ein kleines Chorkonzert in Peter`s Garten im Bielefelder Westen. Die aus verschiedenen Chören sich im Februar in Spiekeook für eine Chorwoche treffende Bielefelder Spiekeoogchorgruppe, geleitet von Christine , trafen sich zu einem Grillfest und trugen im Garten die im Winter einstudierten Lieder, einem kleinen handverlesenen Publikum vor. Erstaunlich, wie sicher die Stücke auch noch nach 5 Monaten sitzen. Ich lauschte andächtig auf einer Hollywoodschaukel lümmelnd diesem launigem Sommerkonzert.

Da Peter bei den Knebelchören singt, war im Publikum auch Knebel selbst anwesend. Zusammen bei Bratwurst und Bier freuten wir uns über die Bielefelder Chorlandschaft, und die vielen Menschen, die sich durch den Chorgesang mit einander freuen, finden und verbinden. Die beiden Konzerte der Knebels gestern und vorgestern, waren natürlich ein voller Erfolg gewesen, das Publikum hatte viel Spaß, und Knebel hatte wieder bewiesen, das jeder Mensch singen kann.

Die Bielefelder Chorlandschaft, ich mag sie.

Mit gesanglichen Grüßen

Sven von TerzInTakt

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